Seit du fort bist, find ich mich nicht mehr.

Ich bin gelaufen, gerannt, geschlichen, gekrochen, gesprintet und gesprungen, habe gesucht, gerufen, geschrieben, geflüstert, aber niemals, niemals habe ich eine Antwort bekommen. Lange saß ich am Fenster und hab die Welt beobachtet, in der Hoffnung, ich würde erkennen, wenn es so weit ist. Ich bin schweigend und kilometerlang Straßenmarkierungen und Gleisen gefolgt und habe von ihnen nie mehr gehört als „Lauf weiter“. Ich habe gelacht, geweint, geschwiegen, nichts kam bis ans Ende durch. Ich habe geschlafen, war wach, habe gelebt und bin gestorben, alles hundertfach. Nirgendwo auch nur ein Hinweis. Ich habe vergessen, was ich wollte, weil ich es nie selbst gesagt habe. Ich weiß nicht einmal mehr, ob ich jemals wollte. Ob ich es mir nicht nur eingeredet hab. Mir ist kalt ohne mich, als wäre ewig Winter. Ich möchte nur nach Hause. 
Lass mich gehen.

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