Archiv für den Monat März 2014

Kommst du mir nach?

Immer und immer wieder komme ich an diesen Punkt, an dem ich nicht weiss. Ohne grosse Worte, weil ich sie nicht beherrsche, wie ich gerne haette, versuche ich den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, weil ich mag, wenn das Leben so fliesst. Ein Schritt nach dem anderen ohne Ziel und Knoten im Kopf lassen sich nicht mehr einfach rauskaemmen. Ich bin mehr Chaos als Ordnung. Ich ordne alles um mich herum so oft neu, dass ich selbst vergesse in welchem Register welcher Gedanke abliegt, egal, Hauptsache aufgeraeumt und sortiert. Mach die Augen zu, und wenn du schwarz siehst, seh ich weiss, ich weiss bis heute nicht wer ich war bevor du kamst und wer ich waere, waerst du nicht. Ich will nichts und gebe alles. Kommst du mir nach, wenn ich jetzt abtauche, und wenn ja, wohin wollen wir noch gehen? Lass uns verschwinden, dahin wo uns niemals wieder jemand findet, den wir schon lange nicht mehr kennen. Bis wir vergessen wohin wir wollen und bleiben. Und dann, irgendwann, zeig ich dir wie man den Wind im Herzen behaelt, wenn er laengst nicht mehr da ist. Kommst du oder was?

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Ganz vielleicht.

An manchen Tagen mag ich mich nicht. Dann wache ich morgens auf und kann nicht aufstehen, will mir kein Fruehstueck machen und nicht duschen gehen. Dann will ich nichts anziehen und mir nicht die Haare kaemmem oder die Zaehne putzen. Dann will ich nicht wach sein, aber auch nicht schlafen. Am liebsten waere ich an diesen Tagen gar nicht. Ich quaele mich durch die Stunden und bin unendlich freundlich zu unfreundlichen Leuten, esse zu viel Schokolade und gehe auf die Terrasse um zu rauchen, obwohl der Rauch in der Lunge brennt, weil ich nie wirklich geraucht hab. Ich gehe raus, ins Atelier, arbeite und lache mit den Anderen, aber eigentlich lache ich nie wirklich. Ich bin genervt, unentspannt, bekomme Rueckenschmerzen, weil der Stuhl unbequem ist und ich verspannt bin. Ich kann nicht nachdenken und bin mit nichts zufrieden, auch wenn das, was ich schaffe, gut aussieht. Ich bekomme dieses Gefuehl in der Brust, beginne herum zu irren, setze mich an die Heizung oder mache 15 Minuten lang Updates, die den Laptop lahmlegen, weil ich dann nicht arbeiten muss. Bin kurz danach genervt, weil ich nicht arbeiten kann. Ich packe mein Zeug, verabschiede mich und gehe, obwohl das alles nichts bringt und die Anderen sagen, ich sollte doch noch bleiben. Ich gehe aus dem alten Casinogebaeude, am Bahnhof vorbei, die Strasse hoch und an dem Gebaeudekomplex der schwaebischen Zeitung vorbei. Durch die Gassen und bis vor meine Tuer, sehe in den Postkasten, obwohl ich weiss, dass da nichts drin ist. Ich gehe rein, ziehe Schuhe, Jacke, Hose und Pullover aus und Schlafanzug wieder an, gehe ins Bad und nehme die Kontaktlinsen raus. Ich bin noch immer nicht zufrieden mit mir selbst. Ich liege auf dem Bett, werde nachher Cap und Capper sehen und mir die Augen aus dem Kopf heulen und vielleicht, ganz vielleicht, spuere ich danach ja wieder etwas anderes als Selbsthass und Unzufriedenheit.

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